Rumba-Drilling und Ruhrpott-Darling

Ricardo Lemvo ist der Held dreier Kontinente: er stammt aus Kinshasa im Kongo, liebt Rhythmen aus Kuba und lebt seit vier Jahrzehnten in Los Angeles. Nach längerer Pause kommt sein neues Album „La Rumba SoYo“ mit afro-kubanischer Finesse. „Wir haben gewonnen Leuteeeeee!”, postete Lary nach dem Gewinn des New Music Awards auf ihrer Facebook-Seite. Die Wahl-Berlinerin stammt aus Gelsenkirchen-Ückendorf und will nun die Welt erobern mit ihrem Elektro-Soul-Pop-Album „Future Deutsche Welle“


Cover: Ricardo & Makina Loca Lemvo - "La Rumba Soyo"
Cover: Ricardo & Makina Loca Lemvo – “La Rumba Soyo”

Ricardo Lemvo & Makina Loca: “La Rumba Soyo” (Cumbancha/Exil/Indigo)

Ein echter Weltenbürger meldet sich zurück: Ricardo Lemvo, der kalifornische Außenposten für Salsa, Merengue und Rumba. Er ist vor 57 Jahren im Norden von Angola geboren worden und hat die 60er Jahren als Kind in Kinshasa verbracht. Dort war damals Musik aus Kuba extrem angesagt – kein Zufall, denn afrikanische Sklaven hatten einst ihre Rhythmen in die Karibik mitgenommen. Anfang der 50er hatte Celia Cruz ein Konzert in Kinshasa gegeben. Die Rumba Congolaise war geboren und Ricardo angefixt.

Von Kinshasa nach L.A.

1972 durfte er zu seinem Vater nach Los Angeles in die USA reisen. Neben dem Politik-Studium waren nachts in den Clubs die besten Latin-Musiker verfügbar – und das war dann der Startschuss für die Band “Makina Loca”. Schnell war die Zielrichtung klar: eine Fusion verschiedenster Stile aus Ricardos Heimat Kongo mit den karibischen Vorbildern eines Oscar D’Leon oder auch Tito Puento. “Ich bin der König des Rumba, tanz mit mir durch die Nacht” – heisst es auf “Rumba SoYo”, dem Titelstück des neuen Albums. Merengue aus Lateinamerika trifft auf Soukous aus Afrika – und es klingt, als hätte es diese Fusion schon immer gegeben.

Havanna meets Angola

Im Zentrum steht ein Duett zwischen Ricardo Lemvo und seinem alten Kumpel Jesus Pérez aus Havanna – gesungen auf spanisch sowie kongolesisch. Der Chef des angolanischen Nationalen Radios, Adao Filipe, hat zahlreiche Texte geschrieben. Und man ist immer wieder verblüfft, wie beide es geschafft haben, viele afrikanische Dialekte plus spanisch und portugiesich so aus einem Guss zu präsentieren.

Elegant und vital

Ricardo Lemvos neues Album ist auch vom Titel “La Rumba SoYo” her ein Verweis auf sein wichtiges Werk aus dem Jahr 1998: “Mambo Yo Yo” – damals wurde der Grundstein gelegt zu einer eleganten Fusion zwischen afrikanischer und lateinamerikanischer Musik. Auf dem neuen Album ist zu jedem Song dann auch der Stil nochmal aufgeführt – Bolero, Son, Rumba oder die klassische Salsa. Das macht “La Rumba SoYo” auch interessant für alle Salsa- und Merengue-Tänzer und die Fans des Buena Vista Social Clubs. Ein echter Weltenbürger präsentiert hier also sein Alterswerk, das vor Vitalität strotzt. Ricardo Lemvo und Makina Loca: Afro-Latin zum Tanzen und Staunen.


Cover: Lary -"Future Deutsche Welle"

Lary -“Future Deutsche Welle” (Chimperator/Sony)

“Ich konnte mich nie selbst kategorisieren, ich würd’ nicht sagen, ich bin Soul oder R&B oder nur Pop”, so Lary alias Larissa Sirah Herden noch vor zwei Jahren über ihren eigenen Stil. Damit tun sich Musikerinnen und Musiker ja bekanntlich immer schwer. Aber wenn eine wichtige Trophäe ins Spiel kommt, wird das alles nebensächlich: “Völlig verrückt!!!” – das steht nun auf Larys Facebook-Seite. Sie ist die Newcomerin des Jahres, geadelt von mehreren Jugendwellen.

Larys Connection: Curse und Patrice

Das Album ist da und der Preis gewonnen – perfektes Timing – live hatte uns Lary ja schon im Mai überzeugt bei unserer BIG UP! Party, als Teil des Afrostep-Projekts von Patrice. Lary steht solo für Elektro-Soul-Pop mit deutschen Texten. Ihre Mentoren: Curse und Tim Bendzko, aber auch Patrice und Chima. Und vielleicht auch ihre Mutter und der Musiklehrer in Gelsenkirchen-Ückendorf: Lary durfte schon mit zehn Jahren im Chor eines Musicals mitsingen. Zuhause gabs eine Wurlitzer-Jukebox mit Soulplatten. Noch wichtiger vielleicht die Besuche beim Vater in London, der sie mit jamaikanischen Reggaebeats versorgte.

Die Beatgees basteln luftig

Auf dem Album überwiegen Slow-beats mit Elektro-Touch, eher luftig und zugleich basslastig produziert. Die Stimme wird durch diverse Filter gejagt, darf für sich selbst im Chor singen. Damit steht Lary ganz vorn, Jessie Ware oder auch Lorde sind die Fixsterne, denen sie gern nacheifert. Die vier Jungs vom Produzententeam Beatgees aus dem Berliner Prenzlauer Berg haben die Songgerüste gebastelt. In einer alten Brauerei ist das Album aufgenommen worden. Und fast schon klar: Lary lebt jetzt in Berlin, da gab es wohl nach der New-York-Erfahrung auch kein Zurück mehr in den Ruhrpott.

“Future Deutsche Welle”

Beim Texten habe sie sich von Hermann Hesse beeinflussen lassen, sagt Lary. Sie reimt mit introvertierten Lyrics, über Liebe, Spass und das Selfie-Foto. Der Albumtitel “Future Deutsche Welle” ist natürlich ein Promo-Gag. Er trifft nicht den Kern von Larys Musik, denn die “Neue Deutsche Welle” – kurz: NDW – war ja Anfang der Achtziger Jahren eher von einer Punkattitüde geprägt. Was aber gar nicht problematisch ist, denn es funktioniert auf der Schiene: einfach mal machen, aber auch nachdenklich sein, himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt. Ein Selfie schiessen, jung und schön ist man sowieso. Es gibt nichts zu bereuen.

Macht sie ihren Weg?

Lary hat ihre Karriere eigentlich schon mit zehn Jahren gestartet. Nun ist sie 28 und wird ihren Weg gehen. Lary wird nach ihrem Sieg bei den New Music Awards jetzt für alle wichtigen Festivals im kommenden Jahr gebucht werden.

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12. September 2014 von Eastenders
Kategorien: Musik, Radio | Comments Off on Rumba-Drilling und Ruhrpott-Darling