Kosmopolitische Revolutionärin und Gutes Rap-Kind

Einmal um die ganze Welt, um Ungerechtigkeiten zu bekämpfen: eine weitgereiste Kalifornierin will kleine, musikalische Widerstands-Pflänzchen säen. Einmal durch die härteste Stadt Kaliforniens: ein Rap-Wunderkind inszeniert sich als König der Straße.

 

Rupa & The April Fishes: Build (Electric Gumbo Radio Music/Exil)

 

Drei Jahre hat sich die Kosmopolitin Rupa Marya Zeit genommen für das dritte Album „Build“; eine Zeit, in der viel passiert ist auf dem Globus. Im Vorwort der Cd heißt es: “Du singst, weil du daran glaubst, dass dadurch Momente in der Geschichte aufleuchten, in unserer Geschichte, jetzt, da eine Jugend ohne Waffen eine Polizeieinheit mit Schlagstöcken zurückhalten kann, jetzt, wo die Zärtlichkeit ihrer Hoffnung stärker ist als deren orthodoxe Wut.“ Rupa gibt sich auf ihrer dritten Cd also sehr kämpferisch und politisch. Man kann die Hülle der Cd von Rupa and the April Fishes in fünf Teile aufklappen – und dann mitten durchschauen.

Süpertunes: Rupa and The April Fishes & Kendrick Lamar; Electric Gumbo Radio Music/Exil

 

 

Man sieht dort ein kleines, grünes Pflänzchen mit Wurzelwerk. Rupa: „Du kannst einen Samen nehmen, ihn in den Boden pflanzen, ihn gießen, ihm viel Sonnenschein zukommen lassen. Er kann wachsen, dich ernähren und erhalten. Dieser Prozess lässt den Kollaps der globalen Finanzsysteme wie eine Farce erscheinen“. Protestbewegungen wie Occupy wüchsen nämlich wie Unkraut. Aber gerade das sei umso wirkungsvoller. Rupa weiß, wovon sie redet. Denn aus ihrem Job am San Francisco General Hospital kennt sie zum Beispiel die Probleme von Menschen, die sich keine Krankenversicherung leisten können. Sie hat aber schon während des Medizinstudiums parallel abends in den Clubs von San Francisco Musik gemacht. Vor fünf Jahren ist dann ihre erste Cd erschienen, zusammen mit der Band „The April Fishes“. Der Bandname bezieht sich auf den ersten April: in Frankreich klebt man sich ganz gern heimlich Papp-Fische auf den Rücken. Und Rupa Marya hat als Kind in Südfrankreich gelebt. Sie singt einige Stücke auf französisch, aber auch auf spanisch. Und sie covert auf dem neuen Album auch den Clash-Klassiker „Guns of Brixton“ und hat sich dafür die Rapper „Black Nature“ von den Sierra Leone’s Refugee All Stars an Bord geholt. Rupa and the April Fishes stehen schon in den Startlöchern für ihre Deutschlandtour. Los geht’s am 21. November im Berliner Lido, weiter dann am 22.11, im Kölner Stadtgarten und am 23.11. im Bahnhof Langendreer in Bochum. Im Gespäck drei Alben mit Reggae, Gipsyswing bis hin zum Chanson, immer mit einem guten Stück Revolution in den Texten…

 

 

Kendrick Lamar: Good Kid M.A.A.D. City (Interscope/Universal)

 

Viele Rapfans kennen ihn von seinen Mixtapes, ursprünglich noch unter dem Pseudonym K.Dot. Jetzt hat sich Kendrick Lamar unter seinem vollen Namen unter die Fittiche von Produzentenlegende Dr. Dre begeben. Und da musste ja ein großer Wurf rauskommen. Die Frage, ob wir es mit dem neuen Hip-Hop-König zu tun haben, ist schon seit Monaten im Netz diskutiert worden. Jetzt steht fest: das ist smoother Ganster-Rap fürs Jahr 2012. Mit vielen Verweise an Osldschool-Vibes und den G-Funk von Snoop Doggy Dog oder Warren G. Im Titelstück „M.A.A.d. City“ inszeniert sich Kendrick als guter Junge, der blöderweise in seiner südkalifornischen Heimatstadt Compton auf die schiefe Bahn gerät. Er klaut den Eltern die Kiste, trifft sich mit der schönen Sherane und dreht mit seinen Freunden krumme Dinger. So endet er erstmal in der typischen Welt von Sex, Gewalt, Kriminalität und Alkohol. Compton ist für Hiphop-Fans schon fast eine Pilgerstätte, denn N.W.A. kommen von dort, aber auch Coolio und die Produzenten Suge Knight sowie Dr. Dre. Dessen Formation N.W.A. hatte die Stadt 1988 schlagartig berühmt gemacht mit ihrem Album „Straight Outta Compton“. Die Stadt war schon damals berüchtigt für ihre hohe Kriminalität sowie die Bandenkriege. Kendricks Werk über die „verrückte Stadt“ ist sozusagen das Update, aber mit aktuellen Beats. Kendrick setzt seine Stimme fast schon als Instrument ein – er rappt in verschiedenen Stimmlagen und hat sich auch ein paar Gäste eingeladen, darunter auch Mary J. Blige. Und er erscheint dadurch fast wie ein Schauspieler, der mehrere Rollen spielt. Wir hören also ein akustisches Road-Movie: zum Schluss ist der Protagonist einfach nur „King Kendrick Lamar“. Er hats also geschafft, genau wie seine Vorbilder Dr. Dre und Co., er ist der Rap-König.

(Cd-Reviews für WDR Funkhaus Europa am 2.11.2012)

 

 

„Essen Sie Pflanzen!“

Wir brauchen eine neue Gastrokritik – ein Plädoyer

 

Es tut sich was. Jonathan Safran Foers Bestseller „Tiere essen“ hat viel dazu beigetragen. Aber auch der Autor selbst hat 20 Jahre gebraucht, um zum Vegetarier zu werden. „Ich wollte nur wissen“, schreibt Foer, „was Fleisch eigentlich ist. Wo kommt es her? Wie wird es produziert? Welche Folgen hat unser Fleischkonsum für die Wirtschaft, die Gesellschaft und unsere Umwelt? Gibt es Tiere, die man bedenkenlos essen kann? Gibt es Situationen, in denen der Verzicht auf Fleisch falsch ist? Warum essen wir kein Hundefleisch?“ Dem 33jährigen New Yorker ging es als Kind so ähnlich wie mir, als mein Opa vor meinen Augen ein Kaninchen schlachtete. Ich mochte danach kein Kaninchenfleisch mehr, wurde aber trotzdem kein eingefleischter Vegetarier. Aber das Bild hat sich eingeprägt. Auch die kleinen Blut- und Leberwürste aus der großväterlichen Hausschlachtung habe ich stets verschmäht. Innereien? Kommen mir nicht auf den Teller.

 

Mir fällt auf: gerade solche „Leckereien“ wie Kalbsbries werden in der gängigen Gastrokritik nach wie vor als state of the art gepriesen. Kalbsschnitzel sowieso. Dutzende Fernseh- und Sterneköche und ihre „Kritiker“ können offensichtlich nicht irren. Doch auf welcher Basis werden diese Geschmacksurteile gefällt? Auf durchaus veralteten Denkweisen, die alle aktuellen gastrosophischen und politischen Diskussionen ausblenden. Die Siebecks und Dollases leben rückwärtsgewandt im 20. Jahrhundert, das ist das Bittere am Zustand dieser Foodkritik. Man könnte einwenden, Wolfram Siebeck (Zeitmagazin) und Jürgen Dollase (FAZ) hätten ja schon ein fortgeschrittenes Alter erreicht. Aber auch für diese Herren gilt das Prinzip des lebenslangen Lernens. Eigentlich. Wie ich die beiden kenne, ein leider aussichtsloses Unterfangen.

 

Dennoch: „In einem kulinarisch intelligenten Verhalten liegt ein enormes Potential zur Veränderung vieler Aspekte unseres Lebens“, hat Jürgen Dollase in seinem Buch „Kulinarische Intelligenz“ richtig bemerkt. Darf ein halbwegs intelligenter Mensch und in diesem Falle auch: Multiplikator heutzutage den ungebremsten Verzehr von Fleischprodukten propagieren? Darf er Bücher wie „Gutes Fleisch“ und die „streßfreie Schlachtung“ vorbehaltlos loben? Das sind die relevanten Fragen. Angesichts der bekannten Fakten zu Massentierhaltung, Überfischung und Klimaproblematik lautet die Antwort ganz klar: nein.

 

Es muß also eine neue Generation an Gastrokritikern her, die ihre Geschmacksurteile nach völlig anderen – auch ethischen – Kriterien finden. Die Abschied nehmen vom Lobpreisen der üblichen High-End-Gerichte wie Stopfleber und Kalbsnierchen. Die sich auch mit den Fragen der Ernährung der Zukunft beschäftigen. Kulinarische Intelligenz fürs 21. Jahrhundert: das wäre vor allem die Suche nach Alternativen, nach neuen Wegen in der kulinarischen Bohème. Die es ja durchaus schon gibt.

 

Beispiel Paris: dort sitzt Alain Passard, Chef des Restaurants „L’Arpège“, seit 1996 mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet. Vor zehn Jahren begann seine Abkehr vom Fleisch. Nachdem sich Passard mit der Tatsache konfrontiert sah, jeden Tag eine kreative Beziehung mit einer Leiche einzugehen, „einem toten Tier“. Die Konsequenz daraus: Passard kocht nun fast ausschließlich mit Biogemüse, das er auf einem riesigen Chateau selbst anbaut. Was sagen die Tester vom Guide Michelin dazu? Noch gilt Passard als Paradiesvogel, durfte aber seine Sterne behalten. Mittlerweile hat Passard europaweit Nachahmer gefunden, die bekanntesten sind Pascal Barbot vom „L’Astrance“ in Paris, Andoni Luis Aduriz vom „Mugaritz“ in San Sebastianund natürlich René Redzepi vom „Noma“ in Kopenhagen, der jetzt sein Noma-FoodLab-Konzept weiter vorantreibt.

 

 

Der Münchner Veganer und Restaurantbetreiber Michi Kern („Café King“) sagt nüchtern: „Will die Spezies Mensch überleben, muß sie sich in der Nahrungskette weiter hinten einreihen. Das heißt, weniger Tiere essen“. Man solle sich einfach mal unsere Teller genau anschauen, „dann könnte der nächste Erkenntnisschritt etwas schneller ablaufen“.

 

Mittlerweile werden vegetarische Restaurants wie das „Cookies Cream“ und sein neuer Ableger „Chipps“ in Berlin nicht mehr von den Gourmetmagazinen ignoriert. Wenn Stephan Hentschel Parmesan-Knödel mit Korianderkarotten und Amalfi-Zitronensud zubereitet, freuen sich unter anderem die Djs, die abends im Szeneclub Cookies auflegen. Vorreiter in Europa ist das Züricher Restaurant „Hiltl“, bereits 1898 gegründet, aber jetzt richtig hip, auch dank der „Lunch-Kochkurse“, bei denen man sein vegetarisches Mittagsgericht herzaubert.

 

Essen Sie vorwiegend Pflanzen, vor allem Blätter“, schreibt der amerikanische Autor Michael Pollan in seinem hervorragenden Essayband „Lebensmittel – Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn“. Es scheint, als seien ausgerechnet die US-amerikanischen Autoren wie Pollan und Foer die Vorreiter in Sachen fleischloserer Ernährung. Hierzulande hat der kleine „Blumenbar“-Verlag jüngst ein edel aufgemachtes „Veganes Kochbuch“ herausgebracht, mittlerweile auch als Taschenbuch erhältlich.

Der Berliner Attila Klaus Peter Hildmann ist der aktuelle Shootingstar der veganen Küche. Sein Buch “Vegan for Fun” wurde vom Vegetarierbund Deutschland zum “Kochbuch des Jahres 2011″ gekürt. Sein aktuelles Buch heißt “Vegan for Fit”. Hildmann selbst ist seit gut zehn Jahren Veganer und hat seitdem 35 Kilo abgenommen.

 

Noch wird rein vegane Ernährung von vielen als unfaßbar radikal eingestuft. Aber auch hier tut sich was: vegane Cafés und Restaurants wie das „Edelkiosk“ in Frankfurt am Main oder das „Kopps“ in Berlin haben sich ihre ganz eigene kulinarische Fanbase erobert. Nach dem Motto: „Wir sind keine Freiheitskämpfer, auch wenn uns Tierrechte wichtig sind und unser Mann, der kocht, eine klare Haltung zur Fleischindustrie hat“. Jan Bredacks „Veganz“-Supermärkte expandieren vom Prenzlauer Berg aus nach Wien und Frankfurt am Main. In den USA haben schon Tausende Leser ihr Essverhalten geändert. Jonathan Safran Foer weist im Vorwort darauf hin, daß die Situation in Deutschland sich nicht von der in den USA unterscheidet: Etwa 98 Prozent aller Hühner und Schweine, die für den Verzehr bestimmt sind, stammen in Deutschland aus Massentierhaltung – das sind über 500 Millionen Tiere im Jahr.“Wer Martin Suters Roman „Der Koch“ gelesen hat, weiß: die Küche vom indischen Subkontinent ist am raffiniertesten, wenn sie vegetarisch ist. Rund 40 Prozent der Inder sind Vegetarier.

 

Wir brauchen also einen Perspektivwechsel. Klar: Fleischessen ist Mainstream. Das habe ich kürzlich wieder erlebt am sogenannten „Veggie-Day“: meine Kollegin machte sich einen Spass daraus, mich mit einer Hackfleischbulette aus der Kantine zu provozieren. Ich freue mich trotzdem jeden Tag aufs vielfältige Gemüsebuffett. „Zu viel Petersilie schadet der Gänseleber“: auch Gastrokritiker Jürgen Dollase wird auf seine alten Tage wohl nicht mehr zum Vegetarismus konvertieren. Aber der Paradigmenwechsel kündigt sich schon an. Foodblogger, an die Arbeit! Wir brauchen eine neue Gastrokritik!

 

taz-Version inkl. Kommentaren:

https://www.taz.de/Debatte-Gastrokritik/!103058/

 

Krautrock und Schwarzwälder Indian Vibes: Global Pop aus Deutschland

Balkan-Pop erfreut sich größter Beliebtheit, Brass Bands schießen aus dem Boden und Rapper samplen neuerdings Blasmusik –in den letzten zehn Jahren hat sich das Genre „Global Pop“ endgültig in Deutschland etabliert.

Es begann mit einem Scherz: Mathar war als solcher gedacht. Der Gitarrist Volker Kriegel und sein Frankfurter Quartett waren Ende der 1960er-Jahre eigentlich Jazzer. Trotzdem kam man nicht an den poppigen Beatles vorbei. Damals war das Beatles-Mitglied George Harrison nach Indien gepilgert und hatte sich selbst das Sitar-Spielen beigebracht. Das können wir auch, sagten sich die Frankfurter Jazzer. Und damit war das wahrscheinlich erste deutsche Weltmusik-Stück geboren: Mathar – lange, bevor es diesen Genrebegriff überhaupt gab.

Auf dem gleichen Indien-Trip waren 1964 auch Kriegels Frankfurter Jazz-Kollegen Albert Mangelsdorff, Heinz Sauer und Ralf Hübner: Sie hatten nach einer Asien-Tournee im Auftrag des Goethe-Instituts zwei Fusion-Stücke komponiert. Diese waren jedoch geradezu konventionell gegen den poppigen Entwurf von Volker Kriegel und dessen Band. Kriegel erfand das Sitar-Intro und die eingängige Hookline des Stücks Mathar, aufgenommen wurde es im Schwarzwald. „Das war alles ein bisschen ironisch gemeint, eher wie ein musikalischer Scherz!“, so Kriegel. Mehr als zwanzig Jahre später wurde das Stück von Diskjockeys wiederentdeckt. Mitte der 1980-er Jahre stand der indischstämmige Chef des Londoner Asian-Underground-Labels Outcaste bei Kriegel vor der Tür und wollte über Remixe sowie die Mathar-Masterbänder verhandeln. Kriegel: „Es brauchte anscheinend mitteleuropäische Hirnis, um auf einem geradezu abenteuerlichen Umweg jungen Indern in London ihre eigene Musik wieder ans Herz zu legen“.

„Godfathers of Worldbeat“: die Dissidenten

Doch zunächst reisten deutsche Bands wie Embryo und die Dissidenten nach Marokko und Indien, um dort nach neuen Rhythmen und Inspirationen zu suchen. Sie brachten von ihren ausgedehnten Konzertreisen jeweils Instrumentallisten mit. Was in den 1970er-Jahren noch Krautrock mit Hippieflair genannt wurde, entwickelte sich spätestens Ende der 1980er-Jahre zum eigenständigen Genre Weltmusik. Als „Godfathers of Worldbeat“ wurden die Dissidenten vom Rolling Stone Magazin gefeiert. Die Kollegen von Embryo wurden 2008 mit dem Weltmusik-Preis Ruth für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Und die Clubszene von heute?

Wilde Ekstase mit Rhythmen vom Balkan

Die Frankfurter Diskjockeys Daniel Haaksman und Stefan Hantel alias Shantel haben es schon zu Beginn der Nuller-Jahre geahnt: Wilde Ekstase würde schon bald die gepflegte Langeweile auf den Tanzflächen ablösen. Blechbläser würden plötzlich hip sein, die Tuba und das Akkordeon würden die Clubs aufmischen. Rhythmen aus Angola, Brasilien und Istanbul wären eine selbstverständliche Ergänzung. Haaksman und Hantel hatten bereits in den 1990er-Jahren im Frankfurter Club Lissania Essay mit Hip-Hop aus Frankreich sowie Rai aus Algerien eine neue Richtung eingeschlagen. Einige Jahre später wurde die Serbin Vesna Petkovic aus der Grazer Lopicic-Band Frontfrau in Shantels neu formiertem Bucovina Club Orchester.

Poppiger als die Vorbilder aus Rumänien
„Ich bin ja eher die Treppe hochgefallen“, sagt Hantel rückblickend. Denn plötzlich ging alles rasend schnell: ausverkaufte Clubabende und umjubelte Festivalshows von Glastonbury bis Roskilde, TV-Auftritte von den Niederlanden bis zur Türkei. Hantel hatte die zündende Idee zum richtigen Zeitpunkt und entwickelte sich in den vergangenen Jahren zum umtriebigsten Vertreter des von ihm mitbegründeten Genres Balkan-Pop. Er ist dabei sogar noch poppiger unterwegs als all seine Vorbilder, von Goran Bregović bis zu all den Roma-Bands wie Fanfare Ciocărlia oder Kočani Orkestar: Im Titel Planet Paprika wird beispielsweise hemmungslos Hello Africa zitiert, größter Hit des nigerianisch-schwedischen Musikers Alban Nwapa alias Dr. Alban und 1990 erschienen bei Logic Records in Offenbach.

Die Nutzung von  Samples mit traditioneller Musik, wie  häufig u.a. von Stefan Hantel praktiziert, gilt unter Roma-Musikern jedoch nicht als unproblematisch, da  populäre Künstler wie Hantel mit ihrer Musik nicht unerheblich verdienen, während sie selbst in der Regel leer ausgehen.

Blasmusik, Ghetto-Tech und „Madhouse“

Vergößern

Ebenfalls ungewohnt präsentiert sich zurzeit bayerische Blasmusik: In neuartiger Form taucht die ehemalige Volksmusik der Alpen auf großen Festivals auf und begeistert ein junges Pop-Publikum. Die Formation LaBrassBanda um den Trompeter Stefan Dettl vom Chiemsee hat so zum Beispiel beim Roskilde-Festival bei Kopenhagen viele neue Fans gewonnen. Der Diskjockey Sebastian Weiss alias Sepalot von der Münchner Hip-Hop-Formation Blumentopf hat sich zuletzt ebenfalls mit bayerischer Blasmusik beschäftigt und sie für sein Netz-Album Beat Konducta: Bavaria unerwartet funky zusammengesampelt. Er war aber auch als ausführender Produzent tätig für die Neuseeländerin Ladi6.

Es war also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein originär deutscher Beitrag zum weltweiten Ghetto-Tech-Trend innerhalb der Global Dance Music kommen würde. Munich Bass gilt mittlerweile als Münchner Variante zu den Tropical Beats aus London. Diese Musik ist laut, aggressiv, extrem clubtauglich – und kommt von Schlachthofbronx. Dahinter stecken die beiden Produzenten und DJs Jakob und Bene. Die Süddeutsche Zeitung nannte diese neue Mixtur dann einfach mal Welttanzmusik, weil darin Schnipsel aus allen möglichen und unmöglichen Zusammenhängen auftauchen.

Eine weitere Mixtur wurde kürzlich vom Münchner Label Outhere veröffentlicht: die CD Welcome to the Madhouse des Projekts BLNRB (Berlin-Nairobi). Initiiert vom Goethe Institut und den Gebrüdern Teichmann hatte man für einige Tage ein Haus in Nairobi zum kreativen Produktionsstudio umfunktioniert – genannt: das verrückte Haus, das Madhouse. Rapper Lon Jon beschreibt es so: „Da waren mindestens 25 Leute parallel im Haus, es gab drei Aufnahmestudios und wir sind immer hin- und herpendelt zwischen den Räumen“. Die Beats auf der CD kommen unter anderem von Jahcoozi mit Sängerin Sasha Perreira und Modeselektor aus Berlin. Vorläufige Bilanz des nigerianischen Rappers Lon Jon nach gemeinsamen Auftritten in Köln, Berlin und Nairobi: „Man hat die jeweilige andere Kultur besser kennengelernt!“.

Multikulti als Radiosender

Mitte der 1990er-Jahre wurden in Berlin und Köln zwei Radiosender gegründet, die zum einen Integrationsmedium für die in Deutschland lebenden Migranten sein sollten und zum anderen die Musik dieser Communities abbilden, anders als die üblichen Radioprogramme. 2008 wurde das Berliner Programm von Radio Multikulti dann eingestellt und mit dem Programm Funkhaus Europa des Westdeutschen Rundfunks (WDR) in Köln verschmolzen, das seither auch über eine UKW-Frequenz in Berlin verfügt. Das Funkhaus Europa ist bei allen wichtigen Festivals mit Global-Pop-Acts als Präsentator vertreten und veranstaltet auch eine Konzertreihe. Zusätzlich engagieren sich die ARD-Wellen jährlich auch beim Tanz- und Folkfest Rudoldstadt in Thüringen, das bereits zu DDR-Zeiten existierte und nun zum wichtigsten Weltmusikfestival in Deutschland avanciert ist. Die Welt ist auch in Deutschland klein geworden – globaler Pop ist unüberhörbar nah.

 

Stefan Müller

Radio-DJ bei WDR Funkhaus Europa sowie dem Internetradio Byte.FM, Autor für die „taz“ sowie „Jazzthetik“ und „Melodie & Rhythmus“

Copyright: Goethe-Institut e. V., Internet-Redaktion
Pop-Portal

Radio und Internet – wer killt hier wen?

Byte.FM

Beim tazlab am Samstagabend die extended version von Klaus Walters Text „webstream-kills-the-radio-star“. Als „kommentiertes Auflegen“ mit Musik- und Videobeispielen. Es lohnt, sich das Internetradio Byte.FM mal näher zu betrachen. Klaus Walter hat dort vor drei Jahren eine neue Heimat gefunden und ist wöchentlich mit seiner Sendung „Was ist Musik“ zu hören, zusätzlich aber auch als Magazin-Moderator. Zitat aus dem Vortrag: „Bei ByteFM läuft der Versuch, ein halbwegs aktuelles tägliches Popkulturmagazin von zwei Stunden zu produzieren. Von dem Geld, das in diese zwei Stunden fließt, könnte ein Radiofeuilleton wie Deutschlandradio Kultur ungefähr zwei Minuten senden“. Wohl wahr. Zu konstatieren bleibt: die Webpräsenz der drei DRadios ist Spitzenklasse, die Recherchierbarkeit von Beiträgen und transkribierten Interviews ebenfalls. Was bei Byte.FM auch schon sehr gut ist: man kann dort nach gespielten Musikstücken oder Interpreten suchen und bekommt Sendungs-übergreifend die Playlisten angezeigt.

 

Bleibt die Frage nach der Rezeption: wo (und wie) wird in Zukunft Radio gehört? Mobil? Zuhause? Analog? Digital? Ich wage folgende Prognose:

wer zuhause oder unterwegs im Internet unterwegs ist, kann gut parallel dazu Radio hören. Oft wird das direkt im Livestream erfolgen. Smartphones bieten allerdings auch die Möglichkeit, analoges UKW-Radio zu empfangen. Das ist bandbreiten (und ergo geldbeutel)-schonend, aber man empfängt nur die terrestrischen Sender. Am 1. August startet zusätzlich zu UKW ein neuer Versuch mit digital-terrestrischer Ausstrahlung, im Fachjargon „DAB+“ genannt. Die drei DRadios (Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, Dradio Wissen) hegen grosse Hoffnungen auf den neuen Standard. Insgesamt 13 Sender werden im DABplus-Modus übertragen, der dann auch in Autos und auf Fahrrädern empfangbar ist. Eine „Killer-Application“ für dieses digitale Radio ist aber weiter nicht in Sicht.

 

Meine persönliche Hoffnung für die Zukunft: Musiksendungen endlich als zeitsouveräner Podcast, den man endlich auch in Deutschland problemlos laden kann (derzeit noch immer die Rechte-Problematik mit Verwertungsgesellschaften). Dann spielen Radio und Internet perfekt zusammen.

...im Radio!

Superstars vom Subkontinent – Musikszene Indien

Das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Bollywood: auf der Berlinale hat Indiens Megastar Shah Rukh Khan den Streifen „My Name is Khan“ („Mein Name ist Khan“) vorgestellt. Nur wenige Monate später kam er zurück nach Berlin, um die Fortsetzung des Agententhrillers „Don 2“ zu drehen – immer begleitet von einem großen Spalier an Fans. Das Interesse an indischer Kultur wächst hierzulande Jahr für Jahr. Woran liegt das? Und: hat Indien noch mehr zu bieten als die schrillbunte Bollywood-Welt?

Bleiben wir zuerst bei den Stars. Der indische Sänger Kailash Kher hat in den vergangenen sieben Jahren eine unglaubliche Karriere hingelegt. Sein Durchbruch kam durch einen Filmsong zustande. Und wenn in Indien zuerst über einen Song geredet wird und dann erst über den dazugehörigen Film, dann hat man es geschafft. „Allah Ke Bande“ hieß der Hit aus dem Film und ganz Indien kannte plötzliche diese neue Stimme. Eine Stimme, die viele Menschen an den großen Qawwali-Sänger Nusrat Fateh Ali Khan erinnerte, der vor 15 Jahren verstorben ist.

Und was macht Kailash Kher? Er fühlt sich geehrt und setzt einen neuen Meilenstein im Genre „Sufi-Soul“. Er bleibt nicht an der schillernden Bollywood-Oberfläche, sondern er geht tiefer in die mystischen Urgründe, die Geschichten und Gedichte des Subkontinents. Es geht um die hingebungsvolle Liebe, das zentrale Thema der Sufilehre. Im Ohrwurm-Song „Turiya Turiya“ wird ein Bogen geschlagen vom Sufi-Gelehrten Baba Farid Ganj-eh aus dem 12. ins 21. Jahrhundert. Dagegen ist das im Internet gebündelte digitale Wikipedia-Wissen fast schon machtlos. Die uralten Texte und Traditionen der Sufi-Mystik mit modernen Arrangements und Beats zu verbinden, das ist Kailash Kher auf dem Album „Yatra (Nomadic Souls)“ hervorragend gelungen. Zwei Brüder haben ihn dabei unterstützt: Naresh und Paresh Kamath, die früher in der Rockband „Bombay Black“ jammten. Keine Berührungsängste mit Rock, Funk, Elektronik und sogar Reggae zu haben: das hat Kailash von den beiden Kamaths gelernt.

Nordindische Musik habe ihn besonders geprägt, sagt Kailash: „Diese Einflüsse werden in meiner Musik immer präsent sein! Ich hoffe, daß ich auch dazu beitrage, daß diese Traditionen nicht vergessen werden“. Dabei ist Kailash selbst eine „Nomadenseele“ (so der Titel des Album „Yatra“ in der deutschen Übersetzung). Es ist nicht wirklich die Underdog-Story aus dem Erfolgsfilm „Slumdog Millionaire“, aber auch Kailash arbeitete sich vom unbekannten Künstler hoch zum indischen Popstar. Zur landesweiten Popularität haben auch seine Jobs als Juror und Moderator bei MTV und „Indian Idol“ (dem Pendant zu „Deutschland sucht den Superstar“) beigetragen. Aber jetzt will er mehr: den Rest der Welt erobern, Konzerte in Europa sind für dieses Jahr geplant. In der Desi-Szene der Exil-Inder weltweit ist Kailash sowieso durch das Internet präsent, genau wie jene Bands, die vor 15 Jahren den Hype um den sogenannten „Asian Underground“ losgetreten hatten.

Was ist aus ihnen geworden? Shri alias Shrikanth Sriram, der legendäre Bassist („Drum the bass“) hat zuletzt Filmmusik für die Bollywood-Komödie „Bara Aana“ gemacht. Talvin Singh, der Erfinder des Begriffs „Asian Underground“ und früherer Clubmacher („Anokha“), tourt als gefeierter Tabla-Virtuose über die Festivals der Welt, zuletzt mit einem Trio um Terry Riley sowie Erik Truffaz. Singh ist längst in die Fußstapfen zweier anderer bekannter Percussionisten und Tablaspieler getreten: Trilok Gurtu und Zakir Hussain. Nicht zu vergessen den in Bangladesch geborenen Badal Roy, der in den siebziger Jahren auf dem wegweisenen Miles-Davis-Album „On The Corner“ für die indischen Tablaklänge verantwortlich war.

Um zwei weitere wichtige Acts aus der Londoner Fusion-Szene scheint es – zumindest hierzulande – eher still geworden zu sein: die politisch wichtige und live unschlagbare Gruppe „Asian Dub Foundation“ (ADF) veröffentlichte 2008 ihr letztes Album, das siebte Werk „A History Of Now“ ist für Februar 2011 angekündigt. Gerade hat die Band vier Livegigs in Indien absolviert, ihre ersten überhaupt. ADF-Mitglied Deeder Zaman kommt ebenfalls im Frühjahr mit einem neuen Album namens „Pride Of The Underdog“, produziert von Adryan Sherwood („On-U-Sound“). Die Fans dürfen also gepannt sein.

Und was ist mit Nitin Sawhney, dem intellektuellen Kopf der british-asians? Jenem Mann, der mir mal in einem Interview den Satz sagte: „Worldmusic is a racist term“. Weltmusik sei als Genrebezeichnung perse schon „rassistisch“. Der 46jährige Multiinstrumentalist gewann 2000 den Mercury-Prize für sein wahrscheinlich bestes Album „Beyond Skin“ und tourte anschließend mit Sting um die Welt. Im Mai erscheint sein neues Album „Last Days of Meaning“ – eine erneute Auseinandersetzung mit der ersten Migrantengeneration aus den früheren britischen Kolonien. Der Ort für die Releaseparty zeigt die Richtung auf: die Royal Albert Hall in London wird es sein. Zuletzt hatte Sawhney in Sydney mit einem klassischen Orchester einen Soundtrack zum indischen Stummfilm „Prapancha Pash“ aus dem Jahr 1929 aufgeführt. Der Mann ist also weiterhin in einem breiten Spektrum unterwegs, vom DJing bis zur Produktion von Film- und Computerspielmusik und nun auch Klassik.

Was die Clubs betrifft, ist jedoch längst eine neue Generation junger Produzenten angetreten. Nicht nur in den indischen Communities in Großbritannien und Kanada, sondern mittlerweile auch den indischen Metropolen selbst. Die dort aktiven Veranstalter und Djs wissen, daß sie Aufbauarbeit leisten. Noch ist die Szene klein und überschaubar. Aber die Demografie des Subkontinents spricht für eine riesige Expansion in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Die Berliner Clubcommission und das Goethe Institut Neu Dehli hatten im Herbst einige Aktivisten aus indischen Metropolen zur Popkomm eingeladen. Darunter auch das DJ-Duo B.L.O.T alias DJ Gaurav Malakar und Veejay Avinash Kumar aus Neu Dehli. „Unser größtes Problem ist es, daß die indischen Clubs schon um halb eins nachts wieder zumachen müssen“, so Gaurav. Trotzdem gebe eine Dehli, Bombay, Bangalore und Poona eine funktionierende Clubszene. „Wir sind alle full-time Musiker, und verdienen unser Geld damit“, so die beiden Promoter und ihr Kollege Sohail Arora von der Booking-Agentur „Krunk“ ergänzt: „In den letzten drei Jahren hat sich unglaublich viel getan“. Die indische Musikjournalistin Priyanka Blah arbeitet ebenfalls für die vor zwei Jahren gegründete Agentur. Sie ist aber auch Sängerin des Elektro-Duos „Tempo Tantrick“ aus Bangalore. „Es gibt nur vier Live-Bands, die etwas ähnliches wie wir machen“, erklärt Priyanka. „Es mag überraschend sein für deutsche Ohren, daß wir überhaupt elektronische Bands haben. Es gibt in Indien aber auch tolle Venues und Fans!“. Sie selbst sei von westlicher Musik geprägt worden, von Bands wie Daft Punk und den Chemical Brothers. Ihr Projekt sei demnach auch auf der Suche nach einem „globalen“ Sound für eine zwar kleinere, aber durchaus moderne Zielgruppe in Indien – jenseits des Bollywood-Sounds. Vom indischen Staat gebe es bislang keinerlei Unterstützung, bemängelt Priyanka. „Das Geld wandert komplett in die Filmindustrie“. Auch Ma Faiza ist nicht zufrieden mit der aktuellen Situation für Diskjockeys in Indien. Aber sie kennt vergleichbare Dinge auch aus Ibiza. Und freut sich eher über die Aufbauarbeit, die derzeit in Indien geleistet wird. „Die nächsten zehn Jahre werden sehr interessant!“. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sei unter 30 Jahre alt, die finanzstarke Mittelklasse werde größer. „Da steckt also auch Geld drin, um die Szene größer zu machen!“.

Ein Aushängeschild in der Clubszene ist das „Bluefrog“ in Mumbay. Nicht nur als Liveclub die erste Adresse Indiens, sondern auch bekannt für seine integrierten Aufnahmestudios. Die österreischiche Vocalgruppe „Bauchklang“ hat dort eine DVD produziert und die Schweizer Pianist Leo Tardin vom Projekt „Grandpianomax“ hat für seine aktuelle Cd „Smooth Dancer“ den Tablaspieler Karsh Kale aufgenommen. Auf diesem Weg sind lokale Acts wie Vivek Rajagopalan oder die Sängerin Shilpa Rao jetzt einem weltweiten Publikum bekannt gemacht worden.

Geht es um postkoloniale Musik, findet man in den Archiven des indischen Radios zum Beispiel die „Konkani“-Klänge. Im Bundesstaat Goa wurden jahrelang Schnulzen aufgenommen, von denen die Frankfurter Tontechnikerin Sigrid Pfeffer „vollkommen fasziniert“ war: „Es klang so gar nicht ‘indisch’, sondern erinnerte mich eher an Musik aus Jamaica oder Lateinamerika“. Sie recherchierte die Geschichte der Musik und stellte für das Münchner Label Trikont eine Cd zusammen: „Konkani – Music from Goa, Made in Bomba“. Diese Klänge – eine wilde Mischung aus Mariachi und kubanischem Son, europäischem Schlager und goanischer Folktradition – sind in den 60er und 70er Jahren entstanden. Diese Tradition geht bis auf die Christianisierung durch die portugiesischen Kolonialherren zurück – auch ein Stück indischer Musikgeschichte, die es zu entdecken gilt.

Wer es poppig mag und ganz im Stil des Hitliferanten Panjabi MC („Mundian To Bach Ke“), der sollte sich die Bhangra Brothers aus Stuttgart anhören. Deren Geschichte begann tatsächlich vor neun Jahren parallel zu Panjabi MC’s Charterfolg in Deutschland. Man brauchte damals für TV-Shows und andere Auftritte einen Inder, denn der Originalsänger Labh Janjua vom Mundian-Song war nicht verfügbar. So kam man auf Mammander Singh Kahi, der fortan den Hit mit DJ Panjabi MC auf vielen Bühnen und zahlreichen Preisverleihungen performte. Der Afghane mit indischer Abstimmung holte Gurinder Singh Bewas ins Boot und verpflichtete mit dem britischen Team RDB („Rhythm, Dhol, Bass“) die Speerspitze der Neo-Bhangra-Produzenten. Das Album „Sun Balye“ soll nun indische Beats von Deutschland aus in die Welt bringen. Keine schlechte Idee, schließlich verdankt Panjabi MC seinen weltumspannenden Erfolg letztlich auch den Trüffelschweinen vom Label Superstar Records.

Stefan Müller

links:

http://www.asiandubfoundation.com

http://www.bluefrog.co.in/

http://www.konkanirocks.com/

http://www.krunklive.com/about

http://soundcloud.com/tempotantrick

http://www.goethe.de/ins/in/lp/deindex.htm

http://www.bhangra-brothers.com

Worldtronics / BLNRB

Nairobi, Kenia. Fast drei Millionen Einwohner… überfüllte Straßen, viele Slums… Anfang Dezember sind 22 Musiker, Rapper und Produzenten nach Deutschland gekommen, in die Winterkälte, um zu zeigen, was Kenia musikalisch zu bieten hat.Dieses ganze Projek BLNRB (Berlin-Nairobi) funktioniert nämlich als offene Plattform. Vor einen dreiviertel Jahr waren Andi und Hannes Teichmann nach Kenia gefahren. Man hatte für einige Tage ein Haus in Nairobi zum kreativen Produktionsstudio umfunktioniert.

Gebr. Teichmann mit Ukoo Flani und einem Drittel von Jahcoozi

Skit_BLNRB_Rapper_LJ_LonJon

Recherche im Radio

Oliver
Günther recherchiert als Ein-Mann-Redaktion eigene Geschichten für hr-info, um das Profil der Welle zu stärken. Recherche im Radio war
einer der Schwerpunkte der Tutzinger Radiotage 2010. Stefan Müller,
ebenfalls Mitarbeiter beim Hessischen Rundfunk, hat den Kollegen zu seinem
Arbeitsalltag befragt.

Interview mit Oliver Günther